Unsere Jugend:
Bau von Vogelnistkästen durch Vereinsjugend findet offizielle Würdigung:
Welche Überraschung harrte da auf die Vorstandsmitglieder, die zur Verbands-
tagung des Fischereiverbandes gefahren waren! Der Ernst-Engel Umweltjugend-
preis, der Jugendgruppen prämiert, die sich in besonderer Weise um
ökologische Projekte verdient gemacht haben, ist auch an der Jugend des ASV
Waldmohr nicht spurlos vorüber gegangen. Knapp geschlagen hinter der Jugend
des ASV "Petri Heil" Bad Bergzabern (Note 1,6) konnte unsere Vereinsjugend
mit der Note 1,8 den souveränen 2. Platz auf sich vereinen. Das Vogelnist-
kastenprojekt, vom Bau der Häuschen bis zum Aufhängen und Nachkontrolle,
beeindruckte nicht nur unsere einheimische Vogelwelt, sondern auch das
Prämierungsgremium. Mit der Note 2,1 erreichte die Jugend des ASV Breitenbach
ebenfalls einen stolzen 2. Platz und unterstrichen eindrucksvoll, daß die
Angeljugenden in der Verbandsgemeinde Waldmohr den aktiven Anglern noch
etwas zeigen können. Herzlichen Glückwunsch!
Ein verdienter 2. Platz, eine schöne Urkunde, die Geschäftsführer Helmut Serr
und Jugendwart Rochus Eisel, stolz und angenehm überrascht, für die Jugend in
Empfang nehmen durften.
Termine der ASV-Jugend 2012:
Auch an anderen Gewässern macht unsere Jugend eine gute Figur:
Jugendzeltlager der ASV-Jugend 2011:
Au weija! Die Sorgenfalten in den Gesichtern der Vorstandschaft waren
nur all zu deutlich. Das Jugendzeltlager beim ASV Waldmohr vom 05. bis
07.August 2011 schien eine nasse Angelegenheit werden zu wollen. Der
Wetterbericht verhieß nichts gutes! Gar nichts gutes!
Au weija auch bei den Jugendlichen und deren Eltern, die ebenfalls mit
Stirnrunzeln den Wetterbericht verfolgten. Kurzum! Es sollte naß werden!
Also die im Sommer eigentlich gut verstauten Regenklamotten aus dem
Schrank und in die Tasche.
Au weija zum dritten auch bei Rüdiger Beckmann von der Angelgerätefirma
Balzer. Sollte seine Anreise, sollten seine geplanten Vorführungen etwa
in Regen versinken?
Aber der Reihe nach:
Die Anreise und Ankunft der Jugendwarte, Jugendlichen und von Rüdiger am
Nachmittag gestaltete sich in der Tat zu einer sportlichen Übung, um
schnellstens die noch trockenen Sachen in die nächtliche Unterkunft zu
bringen. Während des Verstauens und Auspackens der Angelsachen offenbarte
der Blick durch das Fenster: Es hellt auf! Mit der Unbeschwertheit der
Jugend ging es hinunter in die Fischerhütte, wo Pächter Roland Bullacher
schon mit einem kräftigen Abendessen aufwartete. Und siehe da: Die Sonne
zeigte ernsthafte Versuche, die Oberhand zu gewinnen.
Nach dem Abendessen war als erste Veranstaltung ein Feederfischen in die
Nacht hinein vorgesehen. Rüdiger Beckmann, erneut gerne der Einladung der
Waldmohrer Jugend gefolgt, fischte mit den Jugendlichen und half selbst-
verständlich den Jugendbetreuern, die 16 Jugendlichen im Auge zu behalten.
Er erfuhr beim Abendessen, daß dieses Jugendwochenende so gut besucht war,
wie keines davor. Die Jugend - einige schon auf einem hohen Ausbildungs-
stand - zeigten, was sie konnten. Lukas Knerr z.B. hatte vorher schon kate-
gorisch erklärt, wo er zu angeln beabsichtigte. Denn da wären die Fische!
Er sollte recht behalten. Voller Konzentration, den Blick ständig auf das
kleine Knicklicht an der Rutenspitze gerichtet, fingen die jungen Angler
viele schöne Fische. Einhellig waren sie sich einig, daß dieses in-die-
Nacht-hinein-Fischen schon ein Erfolg war. Nach dem Fischen fiel es natür-
lich schwer, dem ausgestreckten Finger des Jugendwartes Folge zu leisten,
der da in unnachgiebiger Weise in Richtung Unterkunft zeigte.
Das morgentliche Frühstück, ebenfalls von Pächter Roland Bullacher für die
Jugend bereitet, war nur der Vorgeschmack auf die Vorführung von Rüdiger
Beckmann. Er hatte sich im Vorfeld mit der Jugendleitung verständigt, eine
Vorführung in Sachen Stippen, Matchangeln und Feederfischen vorzubereiten.
Denn schließlich war für den Samstag nachmittag ein weiterer Durchgang
angesagt, wo die Jugend das Erlernte sicherlich gut brauchen könnte.
Im Laufe dieser "Jugendstunde", die auch nicht spurlos an den Betreuern vor-
überging, vermittelte Rüdiger die verschiedenen Techniken der Futterauf-
bereitung, wie man Köder "aufpeppt" und den Angelplatz gründlich kennenlernt.
Techniken wie loten, Bleischema, Posenkunde, Einsatz des Futters, er ließ
nichts aus. Und die Jugend war mehr als einmal gefordert!
Die Vorführungen von Rüdiger zeigten ihre Wirkung. Es wurde emsig an Futter
herumgerührt, die Maden einer nochmaligen - kritischeren - Inspektion unter-
zogen und last but not least einfach professioneller gefischt. Es zeichnete
sich ab, daß der Vorsprung von Lukas schmolz, aber der ließ sich die Butter
letztendlich nicht mehr vom Brot nehmen.
Der Samstag Abend und die anschließende Nacht ließen aber dann doch durch-
blicken, daß sowohl die Wolken als auch der Regen nicht völlig aufgesteckt
hatten, die Nacht war feucht, naß, windig. Und von allem nicht zu knapp.
Der Einmarsch der Gladiatoren in die nächtliche Unterkunft war trotz Wind,
Regen und halt miesem Wetter von ungetrübter Stimmung. Die Vorfreude auf
den folgenden Tag! Damit verbunden, das gemeinsame Frühstück, und nochmals
Angeln, Angeln, Angeln. Ging das schlechte Wetter den Betreuern schon
gegen den Strich, an der Jugend prallte das ab. Respekt!
Nach dem Frühstück und dem letztem Angeln an diesem Wochenende kamen die
Eltern doch viel, eindeutig viel zu früh, um ihre Schützlinge abzuholen.
Um eine wertvolle Erfahrung reicher, mit schöner Urkunde in der einen und
schönen "erkämpften" Angelsachen in der anderen Hand, ging es mit dem
festen Vorsatz nach Hause: Im nächsten Jahr aufs Neue!
Montage der Nistkästen für unsere Vogelwelt am Weiher:
So! Das war erst einmal geschafft. Der sprichwörtliche Rohbau stand,
die Vogelhäuschen waren also noch nicht ganz bezugsfertig. Um die
Nistkästen in der Phase zwei des Jugendprojektes schlüsselfertig der
Vogelwelt übergeben zu können, ging die Vereinsjugend am 12. März an
die Fertigstellung. Selbstverständlich auch dabei unter der ständigen
Beaufsichtigung des Vorsitzenden und des neuen Jugendwartes Matthias
Bonaventura.
Mittlerweile fanden sich neben Ortsbürgermeister Wunn auch der Bachpate
Dietmar Schreiner ein, der vom Jagdpächter Reichard verstärkt wurde.
Unter den sachkundigen Augen des Bachpaten und der Jägerschaft wurden
die Kästen verteilt und nach genauen Anweisungen an Bäumen befestigt.
Fehler beim Aufhängen der Nistkästen konnten somit vermieden werden,
denn der Fleiß der Waldmohrer Jungangler soll schon in allernächster
Zukunft durch Vögel belohnt werden. Vögel nehmen dabei nicht jede sich
bietende Nistgelegeneheit wahr, sondern hegen je nach Art an die Größe
und Beschaffenheit des Kastens spezifische Ansprüche.
Kleiner Randbemerk: Schon am Abend konnte der Vorsitzende Marc Scheuer
bei seinem Rundgang mit dem Bachpaten Schreiner Vögel beobachten, die
die Kästen regelmäßig anflogen.
Bau von Nistkästen für unsere Vogelwelt am Weiher:
Ein gemütliches Heim während der äußerst kalten Tage weiß man bekannt-
lich zu schätzen. Die Frage aus der Vereinsjugend, wie denn Tiere im
Winter überleben können, ließ den einen oder anderen alten Hasen beim
ASV Waldmohr doch innehalten. Der Gedanke, daß man auch mit kleinen
Schritten viel erreichen kann, ließ den Vorschlag auf dem Fuße folgen,
ob nicht vielleicht einige Nistkästen für unsere Vogelwelt am Weiher
ein Beitrag wäre. Jugendwart Torsten Wieschnaht hatte im Nu eine
Schraubercrew gefunden.
Selbstverständlich übernahm für die beispiellose Aktion der Ortbürger-
meister Wunn die Schirmherrschaft. Selbst Jagdpächter Reichart
sicherte seine Fachkenntnis zu und letztendlich war auch Dietmar
Schreiner, Bachpate und Waldmohrer Urgestein nicht davon abzuhalten,
mit zu helfen. Der Vogelschutzexperte Stefan Süssdorf aus Erbach hatte
seine Unterstützung ebenfalls zugesagt, war aber an diesem Tag leider
verhindert.
Nachdem man sich einig war, dass ohne eine kleine Einführung in die
örtliche Vogelwelt, die Dietmar Schreiner in seiner unnachahmlichen
Weise präsentierte, ein solches Vorhaben nicht erfolgreich sein konnte,
ging es an die Arbeit.
In klassischer Arbeitsteilung übernahmen die Handwerkerprofis wie
Schriftführer Gerhard Lang die Sägearbeiten – Sicherheit geht
bekanntlich immer noch vor – während die Jugend das Reich der Bohr-
maschine fest vereinnahmt hatte. Auch hier, ständig von berufs-
erfahrenen Handwerkern wie Jugendwart Torsten Wieschnath überwacht.
Ortsbürgermeister Wunn sprach der Jugend seine Anerkennung aus, mit
so viel Idealismus und Energie auch ihren Beitrag zu leisten. Umwelt-
schutz fängt eben auch im Kleinen und bei Kleinen an. Die Vorbild-
funktion der Jugendabteilung jedenfalls soll auch andere motivieren,
auch einmal über den eigenen Horizont hinaus zu schauen. Wenn schon
ein paar Jugendliche im Handumdrehen zehn schöne Nistkästen basteln
können, die demnächst ihrer Fertigstellung entgegensehen, was können
dann motivierte Erwachsene?
Leute, die Jugend zeigt´s Euch. Der Lohn? Schaut in die stolzen Gesichter!
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