Umwelt:
Umweltschutztag 2012:
Der Umweltschutztag 2012 versprach schon im Vorfeld, ein großer Erfolg zu
werden. Bachpate Dietmar Schreiner hatte schon etliche neuralgische
Punkte in seiner Karte markiert, wo in geradezu unverantwortlicher Weise
jede Menge Müll abgeladen wurde. Einige dieser Stellen hatte er dem
Vereinsvorsitzenden Marc Scheuer gezeigt. Ja, man war sich einig: es
mußten wieder einmal zwei große 7m³ Container durch die Gemeindeverwaltung
bestellt werden! Aber das hieße, den Ereignissen vor zu greifen.
Vierundvierzig Helfer hatten sich um 08:00 Uhr an diesem 31. März am
Mohrmühlweiher eingefunden, um dem Müll in der Natur zu Leibe zu rücken.
Begrüßung durch den Schirmherrn und die Vereinsvorsitzenden sowie die
Einteilung der Gruppen waren schnell geschehen und es konnte losgehen.
Die Helfer, die sich wie im vergangenen Jahr hauptsächlich aus Mitgliedern
der Waldmohrer Angelvereine, Gemeindemitarbeitern und der Jugendfeuerwehr
Waldmohr zusammen setzten, holten aus Hecken, Wald und Bachlauf erstaun-
liche Mengen Müll heraus. Alleine schon die Anzahl Altreifen, die einer-
seits morgens schon an den Containern lagen und die, die dann noch gesammelt
wurden, war erschreckend. Bilder einer Wegwerfgesellschaft, die ihren
Lebensraum mit Füßen tritt! Umso mehr, als Bachpate Dietmar Schreiner
regelmäßig mit den Gemeindemitarbeitern Müll sammelt und beseitigt.
Erfreulich - wie in jedem Jahr - die starke Beteiligung der Jugend. Sei es
nun die Angeljugend oder die Jugendfeuerwehr, die mit großem Eifer dabei
waren. Der Umweltschutztag ging traditionell zu Ende. Die zwei Container
ein Beweis mehr, daß die Umweltschutztage, wie sie von den Waldmohrer
Anglern organisiert werden, nicht vergebens sind. Umso mehr, als mit der
Jugend, die mitgeholfen hat, vielleicht ein neues Umweltbewußtsein mit
begründet werden kann.
Der ASV Waldmohr brütet erneut 5000 Bachforelleneier aus:
Anfang Januar trat Gewässerwart Joachim Haderlein wieder mit der Frage an
die Vorstandschaft: Wollen wir wie im vergangenen Jahr die "Patenschaft"
für 5000 Bachforelleneier übernehmen und diese als Jungfische wieder
aussetzen? Beim ASV Waldmohr schon üblich, ging es dann sehr schnell. Karl
Rojan von der Interessensgemeinschaft Homburger Fischereivereine konnte
diese dem Waldmohrer Gewässerwart schon am Samstag, dem 28. Januar
übergeben. Zusammen mit Mitglied Wolfgang Simon verteilte Joachim die Eier
gleichmäßig in einen speziell für diese Zwecke entwickelten Brutkasten
und brachte diesen dann an einer geeigneten Stelle ins Wasser.
Da Bachforellen hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellen und für ihr
Laichgeschäft nur mehr wenige Gewässer zur Verfügung stehen, wo dies
ungestört geschehen kann, ist diese Aktion der Waldmohrer Angler ein
Schritt in die richtige Richtung, Bachforellen hier wieder heimisch zu
machen. Nachdem der ASV Waldmohr auch die Patenschaft für den Glan in
Waldmohr schon vor Jahren übernommen hatte und unzählige m³ Müll aus
Wald, Bach und Flur im Rahmen der Umweltschutztage sachgerecht entsorgt
wurden, wird einmal mehr klar, daß Angeln nicht nur Fische fangen
bedeutet. Die Hege und die Pflege der anvertrauten Gewässer sowie die
lebenswichtugen Uferpartien stehen dem Fischfang erst einmal voran.
Der Laich - so werden diese Fischeier im Fachjargon genannt - befand sich
an jenem 29.01.2012 im Zustand des fortgeschrittenen Augenpunktstadiums.
Das bedeutet, daß man in den Eiern die dunklen Punkte der Augen des
späteren Fisches schon erkennen kann. Was wiederum darauf schließen ließ,
daß der Schlupf nicht mehr all zu lange auf sich warten läßt.

Die Großlibelle ist wahrscheinlich eine blau-grüne Mosaik-
jungfer, die zu den Großlibellen gehört. Das Bild konnte
im Einlaufbereich des Mohrmühlweihers aufgenommen werden.
Nistkastenbau der Vereinsjugend ein Erfolg auf der ganzen Linie:
Der dritte Teil der Vogelnistkastenaktion der Vereinsjugend hat jetzt ihren
Abschluß für diese Saison erfahren. Das Bild zeigt einen der vielen Kasten,
die von der Vogelwelt um den Mohrmühlweiher zum Brüten angenommen wurden.
Ein schöner Erfolg der Jugend, ein Erfolg, der anspornt, diesen Weg mit der
Jugend weiter zu verfolgen. Und ein Erfolg, der letztlich auf vielen
Schultern ruht. Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle nochmals an die
Jägerschaft um Klaus Reichhart und den Bachpaten des ASV Waldmohr, Dietmar
Schreiner, ausgesprochen, die mit Sachkenntnis und ehrenamtlichem Engagement
dem Verein sofort zur Seite standen.
Aussetzen der geschlüpften Forellenbrut:
Nach vielen Kontrollen, während derer die nicht mehr entwicklungsfähigen
Eier herausgelesen wurden, zeigte sich immer mehr, daß der Schlupf
unmittelbar bevorstand. Der Gewässerwart Joachim Haderlein war nun fast
täglich zur Kontrolle mit den Watstiefeln im kalten Wasser, unterstützt
durch Gewässerwart Andreas Berg und Vereinsmitglied Wolfgang Simon mit
Freundin Ines. Das Aussetzen der geschlüpften Forellenbrut wurde auf
zwei Etappen verteilt. In mühevoller Kleinarbeit sortierten sie die noch
nicht geschlüpften von den bereits geschlüpften Forellenbrütlingen aus
und setzten die Brütlinge in ein Transportgefäß. Diese Forellenbrut im
fortgeschrittenen Dottersackstadium wird an geeignete Stellen eines
Bachlaufes gebracht, wo sie weiter verteilt werden. Dabei werden die
arttypischen Erfordernisse der Jungbrut in Bezug auf Sauerstoff, Deckung
und Nahrung berücksichtigt.
Zum zweiten Aussetztermin war der Vereinsvorsitzende Marc Scheuer mit im
Wasser, um das Aussetzen der Brutfische aus erster Hand mit zu erleben.
Bachpate Dietmar Schreiner als auch Verbandsbürgermeister Rudi Agne wohnten
diesem für Waldmohr neuartigen Umweltschutzprojekt ebenfalls bei und ließen
sich von Marc und Joachim über dieses Projekt sowie andere Umweltschutz-
initiativen des Vereins unterrichten. Beide Vorstandsmitglieder bekräftigten,
daß ein moderner Angelsportverein seiner Verantwortung als Umweltschutzverein
im besonderen gerecht werden müsse. Es reicht bei weitem nicht mehr aus, ein
schönes Gewässer zu bewirtschaften. Die Hege und Pflege einheimischer Fisch-
bestände, die naturnahe Gewässerunterhaltung sowie die Wahrnehmung direkter
Umweltschutzaufgaben sind wesentlicher Bestandteil des Vereinsverständnisses
der Waldmohrer Angler geworden. In diesem Zusammenhang erinnerte Marc Scheuer
nochmals an die Bedeutung des Umweltschutztages am 02.04.2011 ab 08:00 Uhr.
Sowohl Marc als auch Joachim bedankten sich bei Verbandsbürgermeister Agne und
dem Bachpaten Schreiner für das Interesse an den Vorhaben des ASV Waldmohr.
Ortsbürgermeister Wunn, der diesen Termin ebenfalls gerne wahrgenommen hätte,
war leider verhindert. Das Aufhängen der Vogelnistkästen, die die Jugend-
abteilung (Bericht unter Jugend) gebaut hatte, ließ er sich nicht mehr nehmen.
Der Verein bedankt sich im weiteren bei der Firma
MohrSys
für die Darstellung
der vielen Berichte auf der Vereinshomepage.
Verein erbrütet selbst Fischlaich:
Die natürliche Fortpflanzung von heimischen Fischarten im Mohrmühlweiher
ist dem ASV Waldmohr so sehr ans Herz gewachsen, daß der Verein an
seinen Gewässern insgesamt drei Schongebiete eingerichtet hat, die unter
einem besonderen Schutzstatus stehen. Darüberhinaus hat der Verein die
vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Schonzeiten teilweise verlängert, um
den laichenden Fischarten noch mehr Erholungszeit zugestehen zu können.
Die Bemühungen um die über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende
störungsfreie Laichzeit haben vielfach ihre Früchte getragen.
Jetzt konnte der Verein erneut einen großen Schritt nach vorne tun. Gewässer-
wart Joachim Haderlein, von der Vorstandschaft damit beauftragt, die Kontakte
herzustellen, konnte jüngst Bachforellenlaich im Augenpunktstadium in einem
speziell dafür vorgesehenen Brutkasten ins Wasser lassen. Die Bachforelleneier
wurden über die Vereinigung Homburger Fischereivereine Blies durch Herrn
Karl Rojan an den ASV Waldmohr weitergegeben. Karl Rojan ist seit vielen
Jahren schon im Fischereiwesen durch sein unermüdliches Engagement weit
über den Saar-Pfalz Kreis hinaus bekannt. Der ASV Waldmohr bedankt sich
sehr für die Hilfestellung.
In den kommenden Wochen werden aus diesen Eiern die ersten Jungforellen
schlüpfen, die dann noch eine erkleckliche Zeit im Dottersackstadium verbingen,
bevor sie in ihre natürlichen Habitate ausgesetzt werden können. Der Verein
wird in Zusammenarbeit mit der Firma
MohrSys
regelmäßig Bildmaterial seiner
kleinen Schützlinge auf seiner Umweltseite einstellen. Unter der ständigen
Aufsicht durch die Vereinsgewässerwarte sollte auch diesem Projekt jedenfalls
der verdiente Erfolg beschieden sein.

Die Wasserlilie blüht im Mai an unserem Vereinsgewässer

Diese Libelle wurde beim Eierlegen am "Motschweiher" fotografiert

Diese Brieftaube nutzte unseren Weiher als Zwischenstopp

Ein Blässhuhn auf dem großen Mohrmühlweiher beim "Abstreichen" (Abflug)

Das Schongebiet des kleinen Mohrmühlweihers
mit Wasserpflanzen und der üppigen vielfältigen Ufervegetation.

Tobias Lang zeigt die Raupe eines Weinschwärmers, die er in der
Ufervegetation des kleinen Mohrmühlweihers gefunden hat. Die Raupe
wurde nach dem Fotographieren dorthin wieder zurück gesetzt.

Nistkästen für unsere Vogelwelt am Weiher
(gebaut von der ASV-Jugend im Dezember 2010).

Diese Schildkröte wurde am großen Mohrmühlweiher fotografiert (Sommer 2010).

Die große Raupe ist wohl ein Weinschwärmer und wurde von Daniel Weber
in der Nähe des kleinen Weihers entdeckt (Sommer 2010).
Bachpatenschaft
Verlängerung der Bachpatenschaft in der Verbandsgemeinde Waldmohr
Der Angelsportverein Waldmohr hat seinen Patenschaftsvertrag mit der Gemeinde Waldmohr,
der zum 31.12.2009 endete, um weitere 5 Jahre bis zum 31.12.2015 verlängert.
Der Verein wird sich in dieser Zeit auch weiterhin ehrenamtlich mit der Pflege
und Betreuung des Glans in der Gemarkung Waldmohr befassen.
Näheres über die geplanten Aktivitäten im Bezug auf die Bachpatenschaft
können sie in Zukunft unter dieser Rubrik sowie durch Aushänge im
Schaukasten bzw. dem schwarzen Brett in der Fischerhütte erfahren.
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